Die verschiedenen Arten optischer Linsen sind für spezielle Anwendungen optimiert. Im folgenden Absatz werden die typischen Einsatzzwecke der Linsen erklärt.
Plankonvex-Linsen (PCX)
PCX-Linsen haben eine positive Brennweite. Sie sind dann am besten geeignet, wenn der Abstand Objekt-Linse mehr als fünf mal so groß ist wie der Abstand Linse-Abbildung bzw. umgekehrt.
Dies ist zum Beispiel der Fall bei Sensor-Anwendungen oder für die Verwendung mit nahezu kollimiertem Licht.
Sie werden auch verwendet, wenn sich sowohl Objekt als auch Abbildung auf der gleichen Seite der Linse befinden, z.B. bei einer Add-on-Linse, um die numerische Apertur zu erhöhen.
Bikonvexe Linsen (DCX)
DCX-Linsen sind am geeignetsten, wenn sich Objekt und Abbild auf gegenüberliegenden Seiten der Linse befinden und das Verhältnis von deren Abständen zur Linse geringer ist als 5:1, z.B. als einfache abbildende Linsen.
Plankonkave Linsen (PCV)
PCV-Linsen haben eine flache und eine nach innen gewölbte Oberfläche. Sie haben eine negative Brennweite und werden zur Bildverkleinerung oder zur Streuung von Licht benutzt.
Bikonkave Linsen (DCV)
DCV-Linsen haben zwei nach innen gewölbte Oberflächen. Sie haben eine negative Brennweite und werden zur Bildverkleinerung und zur Streuung von Licht genutzt.
Zylindrische Linsen
Zylindrische Linsen werden verwendet, um Licht in einer Ebene zu bündeln oder zu streuen.
Achromatische Linsen
Achromatische Linsen bestehen aus zwei oder mehr Elementen, üblicherweise aus Kron- und Flintglas.
Hierdurch läßt sich das zusammengesetzte Element hinsichtlich seiner chromatischen Aberration im Bezug auf zwei ausgewählte Wellenlängen korrigieren.
In diesen Linsen sind die chromatischen, sphärischen und komatischen Aberrationen wesentlich reduziert. Diese Komponenten werden im Hinblick auf drei Wellenlängen entwickelt: 480 nm, 546nm und 644nm.
Nutzen Sie Achromate als Ersatz für Singletlinsen, wenn eine Verbesserung des Verhaltens der Linse erforderlich ist.